Chronologie

Anno 1894 - die Geschichte der Uellendahler Wehr


Schön wars in der guten alten Zeit, im Jahre 1894 auf den Nordhöhen Elberfelds. Wasserleitungen gab es noch nicht in dieser ländlichen Gegend, als sich 27 Mann zusammen fanden, um auf freiwilliger Basis eine Feuerlöschgruppe zu gründen.

Die Freiwillige Feuerwehr Elberfeld-Kohlstrasse war geboren. In den ersten Stunden der Wehr fehlte feuerwehrtechnisches Gerät, Brände wurden mit Löscheimerketten bekämpft. Persönliche Schutzausrüstung, wie Hakengurte und Seile wurden aus
Mitgliedsbeiträgen selbstfinanziert.




  • 1895 -  hielt die Technik Einzug. Der Freiwilligen Feuerwehr Kohlstraße wurde von der Stadt Elberfeld die Druckspritze Nr.14, eine Hakenleiter und 100 Meter Schlauch zur Verfügung gestellt.

  • 1898 - wurde ein Steigerturm neben dem Gerätehaus eingeweiht. Außerdem zahlte die Stadt jährlich 6 Reichsmark in die Feuerwehrkasse.

  • 1900 - trat ein Vorläufer der heutigen Tanklöschfahrzeuge seinen Dienst an. Ein fahrbares, eisernes Wasserfass stand
    nun für den Erstangriff bereit. Drei Kameraden ließen im Ersten Weltkrieg ihr Leben. Noch heute erinnert eine Gedenktafel an das "Gewaltige Ringen der Völker".

  • 1934 - Am 3.März dessen Jahres, lösten die Nationalsozialisten den bis dahin selbstständigen Verein auf. Aus der Freiwilligen Feuerwehr wurde der Halblöschzug Kohlstraße der Feuerlöschpolizei Wuppertal.


Nach dem zweiten Weltkrieg

Nach dem zweiten Weltkrieg, formierte sich die Freiwillige Feuerwehr neu. 1951 ging man daran, den Geräteschuppen an der Kohlstrasse zu erweitern. Am 17.Mai 1952 nach Bewilligung von Baumitteln wurde Richtfest gefeiert. Bei diesem Anlass bekam die Wehr ihr erstes motorisiertes Fahrzeug, ein Opel Blitz. Der damalige Oberbrandrat Riedel betonte bei der Übergabe, dass das Fahrzeug, ein offener Mercedes-Benz gut gehalten werden müsse, da es bereits 30 Jahre alt sei und bei guter Behandlung noch 10 Jahre aushalten könne.

Die Mannschaft bekam 20 Biermarken und ein Abendessen als Dankeschön für die Mitarbeit beim Umbau. Fast 40 Jahre später sollte die Löscheinheit noch einmal ihr Gerätehaus erweitern, die Belohnung sollte dann jedoch anders aussehen,
doch davon später.


  • 1958 - kam ein zweites Fahrzeug hinzu, ein umgebauter Krankenwagen, Marke Opel Blitz
    Bj.1951.

  • 1963 - wurde das jetzige Gerätehaus an der Hans-Böckler-Straße bezogen, eine geräumige Fahrzeughalle und ein Aufenthaltsraum befanden sich nun unter einem Dach.

  • 1964 - erhielt die Löscheinheit ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 8-TS Marke Faun und ein Tanklöschfahrzeug TLF 8/8 Marke Unimog.




Neunziger Jahre

Der Ausrückebereich hatte sich im Laufe der Jahre stark verändert, mittelständige Betriebe, Wohngebiete mit Schulen, Kindergärten usw. kamen hinzu. Durch die immer größer werdenden Fahrzeuge stand ein Umbau des Gerätehauses bereits im Jahr 1986 zur Diskussion. Am 23.August 1990 war es dann soweit. Die Fahrzeughalle sollte lediglich um 5 Meter verlängert werden, jedoch resultierte daraus vielmehr eine Komplettrenovierung.

Anders als im Jahre 1952, als es zum Richtfest noch ein Fahrzeug zur Belohnung gab, ließ man nun die Bombe hochgehen, es drohte die Schließung des Standortes. Es folgte ein weiteres Jahr mit zähen Verhandlungen, Flugblattaktionen und unzähligen Gesprächen zwischen Bangen und Hoffen. Das Ergebnis: sollte die Mitgliederzahl unter 16 sinken oder größere bauliche Investitionen anstehen, wird die Einheit aufgelöst.

Immerhin, Grund genug zu gedämpften Optimismus für die 23 Aktiven der Löscheinheit im Jahre 1992. Neben einem Löschgruppenfahrzeug LF 8 von Magirus Bj.1978 beherbergt nun das frisch renovierte Gerätehaus noch ein Tanklöschfahrzeug TLF 8/18 von Iveco Bj.1992.

Eine gute Ausgangsposition, um den Standort zu sichern und zu etablieren. Dank des Engagement des damaligen Einheitsführers und Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Wuppertal, Winfried Schrahe, nahm die Entwicklung der Einheit bis Heute einen positiven Verlauf.

Seit 31 Jahren hatte die Löscheinheit nun ihr Gerätehaus an der Hans-Böckler-Straße. Zwar hatte der Name Kohlstraße Tradition, doch wenige Bewohner des Stadtbezirks Uellendahl-Katernberg konnten damit etwas anfangen. Grund genug, um alte Zöpfe abzuschneiden und so wurde kurzerhand die Wehr in Löscheinheit Uellendahl umbenannt.


  • 1992 - Am 27.Juni dessen Jahres wurde die Jugendfeuerwehr Uellendahl ins Leben gerufen.

  • 1993 - wurde das Löschgruppenfahrzeug LF 8 verkauft. Als Ersatz erhielt die Einheit ein
    Löschgruppenfahzeug LF 16 von Magirus Bj.1980.

  • 1993 - kam ein weiterer Aufgabenbereich hinzu. Ein neu beschaffter Abrollbehälter Schlauch, bei der
    Berufsfeuerwehr stationiert ist, wird im Einsatzfall von der Löscheinheit besetzt.


Der neue Aufschwung

Im Jahr 1994 wurde ein Standort in Wuppertal Barmen geschlossen, die eigenständige Versorgungseinheit, wurde dem Löschzug Uellendahl zugeteilt welcher nun Brandschutz- und Versorgungsaufgaben wahrnimmt. Die Versorgungseinheit brachte einen Gerätewagen-Versorgung mit dazugehörigem Feldkochherd und ein Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS von Iveco Bj.1988 mit.

1995 geschah etwas bis dahin einmaliges in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Wuppertal. Es setzten sich einige engagierte Bürger aus dem Löschbezirk der Löscheinheit Uellendahl zusammen und gründeten den "Förderverein der Löscheinheit Uellendahl der Freiwilligen Feuerwehr Wuppertal e.V.". Der Zweck des Vereins ist die ideelle und finanzielle Unterstützung sowie die Förderung der Löscheinheit.


  • 1999 - konnte mit Hilfe des Fördervereins durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und dem Sponsor Möbeleinrichtungsmarkt POCO ein Mannschaftstransportfahrzeug (MTF), der Marke Ford-Transit, als Jahreswagen der Löscheinheit Uellendahl überreicht werden.

  • 1999 - Erhielt des Löschzug ein fabrikneues Erstangriffsfahrzeug, ein Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 auf Iveco Magrius
    Eurofire. Das alte Fahrzeug war nach 20-jährigem Einsatz bei BF und FF verbraucht.

  • 2003 - wurde dem Löschzug Uellendahl der neue Gerätewagen Logistik (GW-L) übergeben werden. Die Ersatzbeschaffung war dringend erforderlich geworden, da der alte Gerätewagen eine TÜV-Prüfung nicht mehr
    überstanden hätte. Der Förderverein konnte die Beschaffungskosten mit 60% bezuschussen.

  • 2010 - konnte ein Ersatzfahrzeug für den verunfallten MTF beschafft werden, welches zum größten Teil durch Spendengelder des Fördervereins finanziert wurde.